Kora - die Königin der Saiteninstrumente Westafrikas

 

  Die Kora zählt zu den ältesten Saiteninstrumenten Westafrikas.

 

  Sie kommt aus dem Kulturkreis der Malinke, auch Mandinge genannt, dem 

  ehemaligen Königreich Mali. Heute zählen dazu Gambia, Mali, Burkina Faso,

  Senegal und Guinea.

 

  Gespielt werden durfte sie nur von Griots, sogenannten Künstlerkasten bzw. den

  Männern, die in diese Familien hineingeboren wurden. Das Koraspielen wurde

  jeweils vom Vater an den Sohn weitergegeben.

  Da es keine Schriftsprache gab, hatten die Griots die wichtige Funktion, die

  Geschichte zu bewahren, sie galten aber auch als Geschichtenerzähler und

  Festredner.

 

Bis heute gibt es nur wenige Frauen, die dieses Instrument beherrschen.

 

Der sphärische Klang der Kora lädt ein zum Entspannen, Träumen, Eintauchen in fremde Welten und wirkt zugleich inspirierend.


Die Kora gehört zu der Familie der Harfen; Stegharfe oder Lautenharfe genannt, da sie einen Resonanzkörper besitzt und die Saiten horizontal angeordnet sind.

 

Ihr Körper besteht aus einer Calebasse bzw. der Hälfte, die mit Rinderhaut, z.T. auch mit Rentierhaut bespannt ist.

 

Die 21 Saiten bestehen aus Nylon, eine Brücke aus Holz überträgt die Schwingung.